Jugend mit eigener Initiative für späteren Unterrichtsbeginn
Gerade in dieser Zeit, in der immer wieder ein Verbot von Social Media für bestimmte Altersklassen diskutiert wird, ist die Motivation junger Menschen, sich und ihre Themen in die Gesellschaft auch anderweitig einzubringen, besonders wichtig.
Eine eigene Idee hat der Kurs Politik WPU 9/ 10 der IGS Obere Aar nun auf den Weg gebracht. Die Gruppe startete vor Monaten – aus dem Politikunterricht heraus – eine gesellschaftliche Initiative für einen späteren Beginn des Unterrichts. Was mit einer Idee und mit einem Reel auf Instagram begann, machte das Thema in der Schule und darüber hinaus bekannt.
Nun musste der Kurs an die politisch Verantwortlichen ran. Es folgte ein Anruf durch die Schülerinnen und Schüler bei Landrat Sandro Zehner – der knapp eine Woche darauf am 16.12. mit den Jugendlichen ins Gespräch kam. Herr Käding und Herr Zimmer begleiteten das Treffen im Café Mandela.

Der Landrat deckte mit Ratschlägen sowie mit vielen wertvollen Einsichten in die politische Praxis die fachlichen Inhalte und auch die methodischen Ziele des Kurses ab und machte den anwesenden Schülerinnen, die außerhalb ihrer eigentlichen Unterrichtszeit in die Schule kamen, Mut, sich weiter mit ihren Ideen in die Gesellschaft einzubringen. „Wir haben noch keine Gesellschaft besser-gemeckert“ zitierte Herr Käding den Landrat zu Beginn des Austauschs. Passend dazu wurden digitale Beteiligung, das Setzen von Themen in klassischen Medien wie auch online, rechte und linke politische Entwicklungen, schwierige kommunale Finanzlagen und die Entscheidungsebenen von kommunaler Ebene bis zum Bund erläutert. Auch die Rolle eines Landrats als direkter Ansprechpartner der Menschen wurde für den Kurs ersichtlich.
Mit dem Angebot, dem Kurs auch im zweiten Halbjahr nochmals zur Verfügung zu stehen, verabschiedete sich Herr Zehner nach einem für den gesamten Kurs bereichernden Nachmittag.
Die IGS Obere Aar bedankt sich für diesen wichtigen Austausch im Bereich der Demokratiebildung.
