Vom 20.03. bis 27.03. haben 13 unserer Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 7/8 und 10 ihre Austauschschülerinnen und Austauschschüler aus Niort (Charente-Maritime, Frankreich) empfangen. Mit dem Zug in Frankfurt angekommen, wurde ein Transfer nach Taunusstein organisiert, wo die erschöpften, aber glücklichen Gäste am Busbahnhof in Hahn freundlich von ihren Gastfamilien aufgenommen wurden. Das Wochenende verbrachten sie in den Familien und erlebten dabei allerhand spannende und schöne Momente bei Familienfeiern, Ausflügen und gemeinsamen Aktivitäten. So konnten sie einen ersten realistischen Eindruck ihres Gastlandes gewinnen, das bis auf wenige Ausnahmen alle zum ersten Mal besuchten.
Am Montag machten sich die Austauschschülerinnen und -schüler mit dem ÖPNV auf den Weg nach Rüdesheim und erlebten gleich echtes „Draußentags-Feeling“, als der Bus nicht kam und die anderen verspätet und überfüllt waren. In Rüdesheim angekommen, genossen die Schülerinnen und Schüler bei der Seilbahnfahrt hinauf zum Niederwalddenkmal sowie bei der dortigen Erzählung über die Bedeutung des Ortes für die deutsch-französische Geschichte einen großartigen Ausblick und die Vorzüge des Draußentages.
Am Dienstag stand für die französischen Schülerinnen und Schüler ein ganz anderer Unterricht auf dem Plan, wie er nur selten im schulischen Kontext zu erleben ist. Bei einer Führung durch den französischen Guide Florian, der sichtlich erfreut über die Landsleute war, wurden alle Sinne der Schülerinnen und Schüler bei Klangsessions, Lichtspielen und Schallwellen im Schloss Freudenberg angesprochen.
Der Mittwoch stand als gemeinsamer Ausflugs- und Begegnungstag ganz im Zeichen der deutsch-französischen Paare. Gemeinsam ging es nach Frankfurt, um dort einen möglichst großen Kontrast zur Herkunftsregion unserer Gäste – einer Kleinstadt am Atlantik, etwa 1000 km von Taunusstein entfernt – zu erleben. Die Schülerinnen und Schüler bestiegen den Maintower und genossen trotz anderer Vorhersagen einen sonnigen Blick auf die Skyline. Anschließend ging es auf Souvenirsuche und zu Instagram-Hotspots in der Innenstadt. Den Nachmittag verbrachten wir im Waldstadion, wo die Gruppe bei einer Führung auf Deutsch und Französisch durch einen eingefleischten Eintrachtfan hinter die Kulissen der Schlappekicker schauen konnte. Selbst der eisige Hagel konnte die Stimmung nicht trüben.
Zurück in Taunusstein wurde gegen 19:00 Uhr das Feuer auf dem Grill entfacht, und die Familien wurden in Empfang genommen. Alle waren gekommen und jeder steuerte etwas zum Buffet bei. Im Theaterraum ließen wir es uns schmecken und nutzten die Gelegenheit zum Austausch über den Austausch.
Der Donnerstag stand im Zeichen von l’amitié. Nach einem gemeinsamen spielerischen Beginn mit Bingo im Französischraum wurde der Parcours in der Dunkelkammer fortgesetzt. Hier konnten die Schülerinnen und Schüler unter Anleitung von Herrn Schneckenbühl eigene Erinnerungsstücke herstellen – eine Erfahrung, die sie so noch nicht gemacht hatten. Anschließend ging es weiter im Unterricht bei Frau Nacar und Frau Steiner, deren Klasse nach einem warmen Empfang mit selbstgebastelten Willkommensplakaten den französischen Gästen die Kunst des Eier-Ausblasens und -Bemalens zeigte.
In der 5. und 6. Stunde fand die erste Auflage des Coupe de l’amitié in der großen Sporthalle statt. Nach dem Aufstellen zu den Nationalhymnen lieferten sich die deutschen und französischen Schülerinnen und Schüler ein spannendes Spiel. Anfeuert von den Klassen 6c und 8b konnten die deutschen Schülerinnen und Schüler nach mehrmaligem Führungswechsel das Finale mit 5:3 gewinnen und den ersten Sieg im Coupe de l’amitié feiern. Das Rückspiel findet im Mai in Niort statt – wir sind gespannt, wer dann den Wanderpokal mit nach Hause nimmt.
Nach einem letzten Nachmittag in den Familien, bei dem in einem Keramikworkshop noch einmal alles gegeben wurde und die letzten Mitbringsel gefertigt wurden, ging es am Freitag früh morgens zurück nach Frankreich. Die Umarmungen um 05:30 Uhr am Busbahnhof in Hahn waren herzlich, und der Zug um 06:53 Uhr erreichte pünktlich das Ziel.
Zurück bleiben glückliche Austauschpartner, die sich sehr auf ihr Abenteuer in Frankreich im Mai und die neu gewonnenen Freunde aus Frankreich und das Meer freuen.
Der Frankreichaustausch 2026 war eine gelungene Fortsetzung des Austausches von 2025. Vielen Dank an alle, die diesen Austausch direkt oder indirekt unterstützt haben und unseren Schülerinnen und Schülern die Chance auf ein ganz besonderes Abenteuer ermöglicht haben. Besonderer Dank gilt:
- Frau Spann für die Aufnahme der französischen Lehrkraft
- Frau Mogel-Wolf für die Begleitung nach Freudenberg
- Frau Hartung von der Stadt Taunusstein für die Organisation des Buses
- Herrn Kadelbach, Frau Nacar, Herrn Schneckenbühl, Herrn Simon und Frau Steiner für die Workshops und die Turnierorganisation am Donnerstag
- Dem Team der Hausmeister für die Unterstützung des Abschlussabends
- Der Planung für Organisation von Hallen, Lehrkräften und Vertretungen
- Den Gastfamilien unserer Schülerinnen und Schüler, die unseren Gästen ein Zuhause gegeben haben
